Schachwissen

ELO Zahl

Diese Zahl ist eine Wertungszahl, die die Spielstärke von Schachspielern beschreibt. Arpad Elo entwickjelte das dahinterstehende Wertunsgsystem, welches seit 1970 vom Weltschachverband FIDE übernommen wurde. Für die jeweilige Berechnung des Elo-Stands ist die erwartete Punktezahl wichtig, die Spieler A gegen Spieler B voraussichtlich erreicht. Dabei gilt: für einen Sieg gibt es einen, für ein Unentschieden einen halben und für eine Niederlage keinen Punkt.

Schweizer System

Vor allem beim Schachspiel verbreitet lässt sich diese Turnierform am besten als Sonderform des Rundenturniers beschreiben. Die Verwednung dieses AUswertungssystems ist besonders dann sinnvoll, wenn es aufgrund der großen Teilnehmeranzahl schon allein aus Zeitgründen nicht möglich ist, dass jeder gegen jeden spielen kann. Auswertung: Die erste Runde wird festgesetzt (nach Ankunft oder ELO) oder gelost. Nach jeder Runde wird der Zwischenstand bestimmt und in den folgenden Runden spielt stets der Führende gegen den Zweitplatzierten, der dritte gegen den vierten usw.

Buchholzwertung

Diese Bewertung wurde 1932 von Bruno Buchholz erfunden und wird bei Turnieren nach dem Schweizer System angewandt. Die Buchholz-Zahl errechnet sich durch Addition der Punkte aller Gegner, gegen die gespielt wurde – unabhängig vom Ergebnis der Spiele. Der Spieler mit der höheren Buchholz-Zahl ist besser platziert als der punktegleiche Spieler mit der niedrigeren, weil er ja in diesem Turnier gegen stärkere Gegner gespielt hat. Bringt auch diese Wertung keine Entscheidung, kann eine Verfeinerte Buchholz-Wertung durch Addition der Buchholz-Punkte aller Spieler, gegen die gespielt wurde, ermittelt werden. Weil diese Verfeinerte Buchholzzahl auf dieselbe Datenbasis wie die Buchholzzahl rekuriert, gleichen sich die Ergebnisse beider Wertungen unbefriedigend stark an, so dass man inzwischen zumeist als zweite Wertung die Sonneborn-Berger-Wertung heranzieht.

Wertung nach Sonneborn-Berger

Diese Wertung wurde für Turniere „Jeder gegen jeden“ entwickelt, wenn am Ende zwei oder mehrere Spieler punktgleich sind. Sie wird heute auch in Turnieren nach Schweizer System eingesetzt. Für jeden der punktgleichen Spieler wird eine SB-Zahl wie folgt ermittelt: Der Spieler erhält die volle Punktzahl von allen Gegnern, gegen die er gewonnen hat, sowie die halbe Punktzahl von allen Gegnern, gegen die er remisiert hat. Die Summe dieser Punktzahlen ist die SB-Zahl. Der Spieler mit einer höheren SB-Zahl erhält den besseren Tabellenplatz.